Nun gibt es Menschen, die sind sehr ernsthaft. Sie nehmen für alles die Schuld auf sich, bemühen sich, strampeln sich ab und kommen - so meinen sie - doch nie recht von der Stelle. Da wird selbst der Vorsatz, den Monat mit Leichtigkeit anzugehen, zur arbeitsintensiven Challenge.
Leichtigkeit ist kein Mantra das auf meinen Fahnen steht. Da steht Sachen wie konzentriert, friedvoll und bewusst. Allein dies dauernd zu erinnern und sich daran zu halten verlangt mir viel ab. Würde ich leichtfertig, verlöre ich die Konzentration. Dann bin ich ärgerlich und keinesfalls mehr friedvoll mit mir und dem Rest der Welt.
Trotzdem: ich halte die Linie und sehe auch die Blümchen links und rechts des Weges. Wobei ich auch wieder zu Übertreibungen neige und dem schmückenden Beiwerk zu viel Raum gewähre. Auch das lenkt ab. Aber auf die ein oder andere Weise setzt man einen Schritt vor den anderen und versucht sich der Wahrheit zu nähern in dem man eintaucht in die heilige Stille im eigenen Selbst. Wenigstens das gelingt mir – von Zeit zu Zeit - mit einer gewissen Leichtigkeit.
Beispiel für den Bedenkenträger der es sich nicht leicht macht:
Ikea-Besuch um ein blaues Geschirr zu kaufen. Ich habe schon einmal davor gestanden, es aber aus Vernunftgründen nicht gekauft. Kaum stehe ich davor zaudere ich zum 2. Mal. Wir haben genug Geschirr, wir brauchen es nicht – aber es ist wirklich hübsch. Ich umschleiche die Regale hin und her gerissen zwischen dem Wunsch es im Schrank zu sehen und der Vernunft die dem widerspricht. Der Mann kommt dazu „was ist denn jetzt“. Ich entscheide mich hastig für 4 Dessertteller und 4 Becher dazu. Schon auf dem Weg zur Kasse drehen wir noch einmal um, 4 Suppenteller kommen auch noch mit. Das Blau sieht auch zuhause noch gut aus und ich nehme mit vor beim nächsten Besuch noch 4 Essteller mit zu nehmen. Wahrscheinlich gibt es das Geschirr dann längst nicht mehr.















