Der Versuch, Ordnung herzustellen:
Worpswede ist wieder ein Ziel. Nachdem wir uns nach dem Vogeler Jahr eigentlich gesagt haben "es reicht mit Kunst", zieht das Hoetger Jahr uns wieder ins Künstlerdorf und die Ausstellungen. Den Namen Bernhard Hoetger werden die wenigsten kennen aber die Böttcherstraße in Bremen ist ggf. dem ein oder anderen ein Begriff. Und da ist der Name Bernhard Hoetger Programm. Es gibt natürlich gleich wieder einen Film dazu. Nach meiner Einschätzung im gleichen Stil wie der Beitrag über Vogeler. Ich hätte mir das hübscher verpackt gewünscht, so wie den Film über Paula Becker-Moderson. Obwohl ich Paulas Bildern nicht viel abgewinnen kann, mochte ich den Film sehr. Vielleicht weil es ein Stück Heimat gezeigt hat und ein Stück Geschichte dokumentiert hat in dem die Großeltern gelebt haben.
Bremerhaven steht immer noch auf dem Zettel. Bis Ostern will man mit der Reparatur der Autobahn fertig sein. Bin gespannt. Besonders der Ehemensch vermisst den Blick über den Deich und ich den Blick auf den Hafen
Immerhin zwinge ich mich auf meine Laufrunde und schaue, ob das Wasser von den Äckern und Wiesen verschwindet. Es ist reger Verkehr von Gülletankern und Düngerstreuern zu vermelden, und bis jetzt ist trotz des tiefen Bodens keiner in seinem Acker steckengeblieben.
Dachdecker und Maurer haben ihre Arbeit erledigt und schon haben wir eine neue Baustelle: Etwas zerfrisst eines unserer Fenster. Für Holzwurm ist die Stelle viel zu groß. Nächste Woche will ein Tischler sich das anschauen.
Der Garten wartet. .... ich brauche ein paar Blümchen als Osterdeko ... eigentlich würde die Familie zu Ostern zum Essen kommen. Das kann ich nicht mehr stemmen. Ich lege auch keinen gesteigerten Wert darauf an den Ostertagen irgendwo Essen zu gehen. Später eventuell - vielleicht in Worpswede.
Überhaupt stelle ich fest, dass ich vieles gedanklich beiseite lege und scherzhaft sage "im nächsten Leben". Eine Konzentration auf die täglich notwendigen Dinge, eine gewisse Gleichförmigkeit und Struktur in allen Belangen, bewusstes Leben, reflektiertes Erleben, ein friedliches Beisammensein - das reicht. Meist schaffe ich es, meine hochtrabenden Ideen auf dieses Level runter zu reduzieren. In einem meiner zuletzt gelesenen Bücher ging es um Newsverweigerung und den Vorschlag, statt dessen seinen Kompetenzkreis zu erweitern. Da gehe ich mal auf die Suche ob ich so einen Kreis bei mir finde ...







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