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Montag, 11. Mai 2026

Raps und Book-Peeper 3

RAPSODIE
heute morgen ist es so dunkel draußen wie im tiefsten Winter. Von lichten Maigrün und lauen Frühlingstagen keine Spur. Sind das schon die Eisheiligen?  Etwas Farbe zum aufhellen der Stimmung konnte ich vom Wochenende mit bringen.
die Rapsfelder sind schon fast am verblühen, gut wenn man das Smartphone für ein Foto dabei hat
 


Bei der Gelegenheit gleich noch die restlichen Bücher aus dem Wohnzimmerregal

oben links gesammelte Werke aus dem Haushalt der Eltern,
  aus dem Tauschregal, gebraucht erstanden. Nächstes Regal: Diverse Fantasieautoren, E.A. Poe, Romane der Gothik -Novelle = düster, nichts um das Gemüt heiter zu stimmen, anderes

das unterste Regal:
Sammelsurium, ich habe mich selbst gewundert was da alles steht

Idee angeregt durch Mascha von Maschas Buchblog




Freitag, 8. Mai 2026

Book-Peeper 2

 in bunter Reihe




vornehmlich Terry Pratchett, geschätzter Autor des Ehemannes
rechts außen J. R. Tolkien (Herr der Ringe), der Gegenpart Mervin Peake (Gormenghast) und dazwischen was zum Erholen von langatmigen Erzählungen: Fursey, der unheilige Mönch

die "Alten"
aber schönen

musste ich teils von ganz oben aus dem Regal herunter holen, manche stehen Kopf, sorry


Idee angeregt durch Mascha von Maschas Buchblog

Samstag, 2. Mai 2026

Book-Peeper 1

Angeregt durch Mascha, die einen Blick in ihre Bücherregale gewährt, habe ich auch mal einen Blick in das geworfen was bei uns noch so rumsteht.  Vieles wurde schon verkauft, verschenkt, entsorgt. Bücher mögen gewichtige Weisheiten und Argumente enthalten, manche nützliches Wissen,  fantastische Geschichten oder Gedichte in blumigen Worten.  Bei Umzügen belasten all diese zwischen Buchdeckeln zusammengepressten Werke doch erheblich.  Bevor wir im jetzigen Domizil heimisch wurden hatten wir vier große Umzüge hinter uns.  Insofern mag verständlich sein, dass man sich von Ballast getrennt hat. (meine Karl May Sammlung, Fachliteratur aus dem Studium meines Mannes ...) Seither betrachten wir jedes Buch kritisch und fragen: nützt es mir noch?
So gibt es bei uns nur noch zwei Regale - eines im Wohnzimmer, eines bei mir im Büro. Mit dem fange ich mal an. Wer jetzt die neuesten Bestseller erwartet wird enttäuscht sein. 

Sach- und Fachbücher, Hilfe zur Selbsthilfe, ein bisschen was mit Katzen
das Wichtige: ein schmales Büchlein in das ich seit 2010 sämtliche Wurmkuren und vorbeugende Flohbehandlungen der Katzen eingetragen habe. Bei zeitzweilig 10 Katzen sicher sinnvoll um den Überblick nicht zu verlieren

fernöstliche Orientierungshilfen

vorwiegend Worpsweder Künstler (Rilke zähle ich großzügig auch dazu) rechts die schmale und nicht weiter im Foto festgehaltene Gartenabteilung

mein Liebstes aus dieser Reihe: "Kattenhorns Pferd", ein Kinderbuch mit Lokalkolorit und Zeichnungen

meine Fotobände (Jahreschroniken) ein wenig Fachliteratur - mein begriffsstutziges Ich braucht  Rückhalt durch schriftliches

Inspiration: Fotografie neu denken

Jetzt schaue ich mal, wie ich das mit dem hohen Regal im Wohnzimmer geregelt bekomme...



Donnerstag, 1. Februar 2024

Elfenland

 oder was das Abstauben eines Bücherregals alles bewirken kann

verlinkt mit Karminrot und dem Samstagsplausch 24 -5 

Die Challenge mit den Bücherregalen hat bei mir neue Kräfte entfesselt und neben einer Erstausgabe von Oskar Wildes Märchen mit Illustrationen von Heinrich Vogeler (Insel Verlag - 1920) hat - endlich - Lord Dunsany im Regal einen Platz gefunden. 

Lord Dunsany (1878 - 1957), war ein irischer Landadliger. Er hat einen sehr poetischen Schreibstil und schafft es einen in Welten mitzunehmen von denen wir keinerlei Vorstellung haben.  Vergleicht man diese Schreibbegabung mit Autoren unserer Zeit legt man schnell den Bestsellerautor zur Seite und häkelt lieber einen Topflappen oder gießt die Blümchen. Einige Fantasie-Autoren haben versucht es ihm nachzutun aber keiner ist je an ihn herangekommen. Ausgenommen Mervin Peake vielleicht, der in bildgewaltiger Sprache ein ganz eigenwilliges Familienepos geschrieben hat in dem ein Schloss eine Hauptrolle spielt: Gormenghast.

Nun lese ich also "die Königstochter aus Elfenland" und habe noch einige skurrile Kriminalgeschichten in petto. Ich sehe gerade die Buchrückseite, wo man die überaus gelungene  Übersetzung des englischen Originals :"man hält sich in den Sätzen auf wie in einem Zimmer, das eigentlich die Schatzkammer eines Märchenkönigs ist".  Da kann ich nur zustimmen und ich frage mich, woran mag das liegen, dass sich Sprache heute so beliebig und austauschbar anhört. Und je belangloser die Geschichte desto mehr ergeht man sich in uferlosen  Aneinanderreihen von Adjektiven oder drastischer  Ausdruckweise. Bei den Rezensionen fand ich einen männlichen Leser der Dunsany als furchtbar langweiligen Autor empfand, dem man keinerlei Vergleich mit heutiger Fantasielektüre zugestehen könne.  Da hat er Recht *fg*.

Kostprobe aus einem neuzeitlichen Wälzer von Markus Heitz (u. a. die Zwerge):
...  "Es regnete hunderte und wieder hunderte Tote, die nach ihrem Sturz in der Nebelsee verschwanden. Das leichte Rumpeln der unentwegt auf schlagenden Körper erschien Rouwa endlos." ... die Gegnerin wurde von dem Toten hinabgedrückt, badete in fließendem Blut und dessen stinkenden Gedärmen , aus denen sie sich nicht befreien konnte."  

Das mag was sein für jene, denen jeglicher Feinsinn abhanden gekommen ist.  Schwerter und Magie, beinhaltet sicher auch Gewalt, das bestreitet keiner.  Ich störe mich einfach an dieser Sprache.

Vielleicht ist es Resultat unserer aufgestachelten Zeit,  wo in  der Realwelt Kriege, Massaker, Anschläge, Naturkatstrophen und dergleichen Grauen unentwegt und brühwarm in den Medien  kommuniziert werden, uns pausenlos verfolgen  und angepriesen werden als seien es hochwertige Lebensmittel. Da muss das Buch wohl mithalten, nicht im Sinne einer intelligenten Aufarbeitung sondern als eine Aneinanderreihung von Worten für die man auch eine KI bemühen könnte.

Wenden wir uns noch mal der Poesie zu:

"er erwachte in der vogellosen Morgendämmerung und es war ihm sehr kalt, und er hörte alte Stimmen rufen, doch schwach nur in weiter Ferne, wo sie langsam davonschwebten wie Träume, die zurückkehren nach Traumland."  Genau das möchte ich, wenn ich ein Fantasie-Buch lese: in ein Traumland übertreten mit seinen eigenen Regeln und Gesetzen. Auch hier wird es die dunklen Abgründe  geben aber ein intelligentes Schwingen wird die Welt im Gleichgewicht halten.