Bernhard stellt sich selbstkritisch einigen Fragen zu Kreativität und Fotografie auf seinem Blog (Der Amateur-Photograph). Der Leser ist eingeladen sich ebenfalls Gedanken zu machen. Auch ich finde mich da in einigen Punkten wieder und suche nach Antworten.
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Was hat mich bisher an der Fotografie begeistert?
Die Möglichkeit ein Bild zu erzeugen, einen Moment einzufangen. Etwas zu gestalten. Momente teilen.
(Das hindert mich nicht an den typischen Knipsbildchen die - wie gerade irgendwo gelesen – etwas 95 % aller Fotos ausmachen und die man besser nicht hätte machen sollen)
Mittelprächtig. In der zurückliegenden Zeit habe ich meist bewegte Ziele fotografiert Wenn man auf der Lauer liegt und versucht unvorhersehbare Bewegung einzufangen, bekommt man meistens keine hochkünstlerischen Ergebnisse. Ich habe auch viel Zeit vergeudet mich mit den technischen Herausforderungen der digitalen Kameras rumzuschlagen. Der Satz einer Fotografin“ lesen Sie die Bedienungsanleitung ihrer Kamera“ hat mir dann auf die Sprünge geholfen.
Ich würde gern ganz andere Sachen machen bin aber soweit angeschlagen, dass ich mich auf das zurückziehen muss, was noch möglich ist. Mich in Bildern aus zu drücken, hilft mir über manches hinweg.
Bin ich in meiner Kreativität stehen geblieben, wenn ja, wo und wann bin ich falsch abgebogen?
Kreativ im dem Sinne, dass ich ein Foto „stelle“ habe ich höchstens mal mit Arrangements in Blumenvasen – sprich Stillleben - versucht. Ist vielleicht nochmal einen neuen Anlauf wert.
Habe ich mich unbewusst oder bewusst einem Trend angepasst?
Nein. Ich verspüre allerdings in letzter Zeit den Drang mich mit einer analogen Kamera auf die Pirsch zu begeben. Ich glaube, dass ist im Moment ein Trend. Ein Trend um Einfachheit und Stille. Weg vom Pixel zählen, weg vom Perfektionismus. Mehr ich, mehr Erzählung.
Was bedeuten für mich Fotoregeln?
Die befolge ich intuitiv ohne viel darüber nach zu denken. Ein Bildaufbau, eine Blickführung ist mir wichtig. Wenn man Bilder von guten Malern studiert kann man viel lernen. Auch, dass man strenge Regeln aufbrechen kann.

Beispiel für Bildaufbau, unfertiges Ölgemälde von Fritz Overbeck, 1897
(von einer Kunstpostkarte abfotografiert)
Welche befolge ich typischerweise?
Keine Ahnung - nach Gefühl und Wellenschlag. Im Moment wo ich auf den Auslöser drücke überlege ich bestimmt nicht, ob der Bildausschnitt dem goldenen Schnitt entspricht achte aber schon auf eine gefällige Harmonie. In der Regel lesen wir ein Bild wie einen Text. Ich bevorzuge Bilder, die einen ins Bild hineinziehen. Fluchtpunkte … ein bisschen Drittelregel


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